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Vereinswandertage in Holzhau

vom 28. - 30. September 2012

1. Tag  28.09.2012

Nach der etwas turbulenten Anreise mit eigenen PKW (jeder Fahrer hatte so seine eigenen Vorstellungen, wie man am günstigsten von Glauchau nach Holzhau gelangt, aber fast alle sind in eine teilweise sehr unglücklich ausgeschilderte grossflächige Umleitung bei Freiberg geraten) starteten 14 Wanderfreunde gegen 10 Uhr von der Pension Schmidt in Holzhau zu einem erweiterten Ortsrundgang. Die erste Etappe führte uns bei herrlichem Wetter über diverse Wald- und Wiesenwege zur Brauerei Rechenberg. Beim Mittagessen im Schalander folgte der Grossteil der Wanderer den Empfehlungen unseres Wanderleiterteams Kirsten und Günter und liess sich eine leckere Gulaschsuppe zum Kellerbier schmecken. Dank der Connections unserer Wanderleiter konnten wir auch einen Blick in das alte Brauhaus mit einer von einem Schiffsbaumeister entworfenen gewölbten Deckenkonstruktion werfen, ohne an einer kompletten Führung teilzunehmen. Über den Schanzenweg gelangten wir dann zu unserem nächsten Zwischenziel - der Bibliothek Holzhau. Hier fanden die Wanderfreunde zu ihrer grossen Freude die Bücher aus ihrer Kinderzeit wieder und mit dem Blättern darin wurde manche Erinnerung wieder wach. Die "Alte Strasse" brachte uns dann zurück zu unserer Unterkunft. Günters geeichter Kilometerzähler zeigte nach dieser gemütlichen Runde immerhin 14 zurückgelegte Kilometer an.

2.Tag  29.09.2012

Da unser Günter auch keine "Siebzehn" mehr ist, hat er für den zweiten Tag einheimische Unterstützung durch unsere jungen "Herbergseltern" angefordert, die uns vor, während und nach der Wanderung mit allerlei interessanten und lustigen Details verwöhnten. So starteten wir also mit 16 Wanderern übers Battleck (Grenzübergang) ins "Böhmische" zu unserem ersten Halt dem Sprengberg/ Pukla Skala. Dieser kleine Felsen mitten im Wald bietet eine herrliche Aussicht und wenn man Glück hat (wie wir) bringt einer eine gefüllte Flasche mit hoch, deren Inhalt er oben verteilt, damit ihm der Abstieg leichter fällt. Das nächste Zwischenziel (die Talsperre Fleyh/Flaje) ist auch schon zu sehen - also machen wir uns auf den Weg. Auf der Staumauer genehmigten wir uns einen kleinen Imbiss. Die folgende Wegstrecke (der Flossgraben) verläuft theoretisch nahezu waagerecht, hat aber wegen Baumassnahmen kleinere Tücken parat. Möglicherweise war dieser schöne Weg sogar gesperrt - wir haben die Schilder in tschechischer Sprache aber vorsichtshalber in unserem Sinne interpretiert. Der folgende kurze steile Anstieg nach Horni Ves/Obergeorgendorf fällt uns schwer, jedoch lockt schon das tschechische Bier. In der "Babora" gibt's kurzzeitig Verständigungsprobleme wegen der vorhandenen Speisen - letztendlich ist aber alles da (Nudelsuppe, Gulasch und Knödel, Knoblauchbrot), alles lecker und für deutsche Verhältnisse geschenkt. Über das rekultivierte Moor im Habichtsgrund gelangen wir wieder nach Oberholzhau. Wir sind steigerungsfähig - der "Tacho" zeigt 18 zurückgelegte Kilometer an.        

3.Tag  30.09.2012

Auch am Abreisetag geniessen wir noch mal die herrliche Landschaft und das schöne Wetter und schliessen uns der von unserem Verein veranstalteten öffentlichen Wanderung zur Quelle der Freiberger Mulde an. Insgesamt 31 Wanderfreunde machen sich auf den Weg Richtung ehemaligen Grünwald zur Kirche Moldava (Moldau) und anschliessend entlang der Mulde bis zur Gaststätte Pistorka. Hier genehmigen wir uns das 2. Frühstück - die meisten von uns in Form von tschechischer "Flüssignahrung". Ganz in der Nähe befindet sich auch unser Tagesziel - das Quellgebiet der Freiberger Mulde. Der Rückweg führt uns dann bei herrlichem Sonnenschein nochmals über die tschechisch-deutsche Grenze zum Sport- und Wanderhotel Neuhermsdorf. Bei unserer Ankunft stürzten sich auch gleich mehrere Kellnerinnen auf unsere Truppe, so dass wir recht schnell unseren Durst und Hunger stillen und unseren Weg in Richtung Bahnhof Holzhau fortsetzen konnten. Trotz knapp bemessener Zeit bis zur Abfahrt des Zuges wurden unterwegs noch allerhand exotische Pilze am Wegesrand entdeckt, bestimmt und teilweise auch noch mitgenommen. Auch diese "Runde" hatte eine Länge von 18 Kilometern.

Herzlichen Dank an die Organisatoren !